Brandschutz: Kita-Pädagogen üben den Ernstfall
RELLINGEN/. Es brennt in der Feuerwache: Eine gewaltige Fettexplosion bildete den Abschluss einer Brandschutzübung mit 25 Erzieherinnen aus Rellingen. Die Feuerwehr hatte die Präventionsmaßnahme eigens für drei Kindertagesstätten initiiert. Jens Timm und Andreas Kolbe, die beiden Brandschutzausbilder, zeigten den Betreuerinnen der Kita Hempbergstraße sowie der Johannes- und Matthäuskindergärten, wie sie sich im Falle eines Feuers zu verhalten haben. Warum ist es so wichtig, Sammelplätze für die Kinder zu bestimmen? Wie setze ich einen Notruf richtig ab? Was muss ich im Notfall beachten und: Wie grenze ich einen Kleinbrand ein? Diese Fragen beantworteten Kolbe und Timm, die in Schulen, Kindergärten, Altersheimen und in Betrieben aktive Prävention leisten. Timm wies die Teilnehmer darauf hin, in der Adventszeit Kerzen nie unbeaufsichtigt zu lassen und sicherheitshalber Löschdecke und Eimer Wasser in den Räumen bereitzuhalten.
Wenn die Feuerwehrmänner sich aufmachen, um die Kinder selbst darüber aufzuklären, was im Falle eines Notfalles zu tun ist, dann steht die spielerische Vermittlung im Vordergrund. Thomas Engemann, Leiter des Johanneskindergartens, betont: "Es geht uns darum, dass die Mädchen und Jungen ihre Angst vor den Einsatzleuten verlieren, die mit schweren Atemgeräten wie Monster aussehen. Sie sollen verstehen, dass sie sich nicht vor ihnen verstecken müssen." Von der Zusammenarbeit mit der Feuerwehr ist Engemann begeistert: "Die jährliche Brandschutzübung der Kollegen ist wichtig für uns und ein spannendes Ereignis für die Kids."
Im Zuge der Präventionsmaßnahme durften sich die Betreuerinnen - mit Feuerlöschern bewaffnet - an einem Simulationsgerät versuchen. Ein stoßweises und zügiges Löschen war hier gefragt. Britta Beinecke aus der DRK- Kita Rellingen hatte besonders viel Spaß und hält die Aufklärungsaktion für "absolut sinnvoll und gerechtfertigt".


Pinneberger Tageblatt, 6. Oktober 2010





