Die Rettungskarte erleichtert das Retten von Personen aus verunfallten PKWs

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Die Rettung von Menschen aus verunfallten PKWs gestaltet sich wegen der immer komplexeren Fahrzeugtechnik zunehmend schwieriger.

Neben aus Diebstahlschutzgründen verriegelten Türen, komplexer Spannungsversorgung und immer weiter verstärkter Fahrerkabine stellen die diversen Airbagsysteme die Rettungskräfte vor Probleme bzw. bringen sie sogar in Gefahr.

In diesem Video sieht man die Gefahr, die von einem (noch nicht ausgelösten) Airbag für die Retter ausgeht.

Aufgrund der Archtitektur der Spannungsversorgung moderner Fahrzeuge ist es auch nicht mehr unbedingt möglich, das Auslösen der Schutzsystem durch Trennen der Spannungsversorgung zu unterbinden, da evtl. eine weitere Batterie verbaut ist.

Auch wenn die hydraulischen Rettungsgeräte (Schere und Spreizer) dafür entwickelt wurden, Metalle leicht zu zertrennen, scheitern sie immer öfter an zu starken Konstruktionen. Im besten Fall zerstört dies einfach das Rettungsgerät, indem es bricht.

Die Rettungskräfte können unter Umständen also massive Probleme haben, die verunfallte Person aus dem Fahrzeug zu befreien.

Aus diesem Grund haben die Autohersteller und Importeure in Zusammenarbeit mit Automobilclubs  die Rettungskarte entwickelt:

Auf diesen Blättern sind die wichtigen Komponenten wie Airbags, Verstärkungen, Batterien, Steuergeräte, Treibstofftanks etc. schematisch verzeichnet.

Die Rettungskarte

Als Beispiel hier die Rettungskarte eines VW Golf 6 (Quelle: volkswagen.de):

Rettungskarte_Golf6

Ein Schnitt mit der Rettungsschere im Dachbereich (bspw. in Höhe der B-Säule) würde somit unweigerlich einen Fensterairbag auslösen. Es könnte aber ebensogut die Treibstoffladung ("Gasgenerator") getroffen werden.

Was Sie tun können

  1. Drucken Sie die Rettungskarte für Ihr Fahrzeug aus.
    Der ADAC hält eine Liste mit Links zu den Rettungskarten fast aller Fahrzeughersteller bereit.
    Suchen Sie Ihr genaues Modell heraus, und drucken Sie die Seite aus.
  2. Führen Sie die Karte im Fahrzeug mit.
    Der ADAC empfiehlt, sie hinter die Fahrersonnenblende zu klemmen.
    Falten Sie sie so, dass die bedruckte Seite nach innen zeigt, um das Ausbleichen zu verhindern.
  3. Kleben Sie den Aufkleber "Rettungskarte im Fahrzeug", den Sie u.a. in jeder Geschäftsstelle des ADAC erhalten, auf Ihre Windschutzscheibe, sodass die Rettungskräfte ihn leicht entdecken können.

Im Ernstfall können wir Sie so schneller retten, wenn wir den Aufbau Ihres Fahrzeugs kennen.

Kennen wir Ihr Fahrzeug nicht, vergeht durch die Suche nach Airbags etc. wertvolle Zeit!

Links

VU